Solist

Stephan Schrader erlebte eine Kindheit, zu der Musik genauso gehörte wie das Spielen im Wald.

Vielfältig waren von Anfang an die Besetzungen und Genres: mit Cello, Trompete, Klavier und Orgel wurde er früh vertraut mit Kammermusik, Salonmusik, Orchesterspielen und Kirchenmusik. Er studierte Cello in Detmold (Irene Güdel) und Paris (Maurice Gendron), war stellvertretender Solocellist am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover, ehe er 1995 Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen wurde.

Seine vielseitigen Interessen führen zu immer neuen Begegnungen mit anderen Künstlern; so entstanden Programme mit Schauspielern, Tänzern, Maskenbildern, einem Clown u.a. Mit dem Jazzpianisten Felix Elsner entstand 2008 die CD „The Bird-Variations“ mit nur improvisierter Musik. 2015 erschien die Solo-CD „Cello-Loop“, einem unterhaltsamen Solo-Programm, in dem sich das Cello mit Hilfe einer Loopmaschine live vervielfacht. 20 Mal hat Stephan Schrader alle sechs Bach-Suiten an einem Tag aufgeführt. Einen anderen Schwerpunkt seines Solo-Repertoires bilden die 24 Präludien von Miezcyslaw Weinberg.

Über 15 Jahre hatte der Cellist einen Lehrauftrag an der hfk Bremen. In Kursen und Workshops für Studenten, Profis und Laien lotet Stephan Schrader immer neu die Möglichkeiten der Musikvermittlung aus. Zur Zeit interessiert ihn besonders die heilsame Wirkung musikalischer Begegnung mit einzelnen Hörern in „1zu1-Konzerten“.